Wenn Finanzmarktregulierung gefährlich wird
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Auf dem Höhepunkt der Bankenkrise, als Regierungen sich gezwungen sahen, mit Milliardengarantien den Zusammenbruch von Banken abzuwenden, mehrten sich die Stimmen, die Finanzmärkte "an die Kette zu legen". Nachdem die Krise vorläufig abgewendet scheint, werden die Forderungen zur weiteren Regulierung der Finanzmärkte konkreter. Während sich bereits die nationalen Experten kaum darüber einigen können, wie die neuen Regeln aussehen sollen, ist die Uneinigkeit zwischen den verschiedenen Staaten noch größer.
In der Mai/Juni Ausgabe der Zeitschrift Foreign Affairs hat Marc Levison, Senior Fellow for International Business beim the Council on Foreign Relations und Autor von The Box: How the Shipping Container Made the World Smaller and the World Economy Bigger, sich mit dem Thema auseinandergesetzt.
In seinem Aufsatz Faulty Basel - Why More Diplomacy Won't Keep the Financial System Safe zeigt Levison, dass selbst Basel II keinen positiven Beitrag zur Verhinderung der Krise geleistet hat und, dass die Vielzahl von nationalen Standards einen besseren Schutz vor einem weltweiten Bankenkollaps bieten, als eine international einheitliche Regelung.
Vor diesem Hintergrund sind die Gespräch über eine EU-einheitliche Regelung der Finanzmärkte kritisch zu bewerten. Länderübergreifende Regeln werden leider dazu beitragen, dass die nächste "Blase" sich innerhalb eines homogen regulierten Raumes umso besser ausbreiten kann. Mit der Folge, dass die nächste Krise sich ganz sicher über Ländergrenzen hinwegsetzt.